Der Rufbus Mybuxi ist im oberen Toggenburg angekommen. An der Bürgerversammlung von Wildhaus-Alt St. Johann Anfang Dezember sprach sich das Stimmvolk deutlich für die Weiterführung des Angebots aus: Mit 152 Ja-Stimmen gegenüber 35 Nein-Stimmen (24 Enthaltungen) wurde die Verlängerung der Finanzierung genehmigt. Damit ist die Weiterführung des Pilotprojekts für das Jahr 2026 beschlossen.
Gemeindepräsident Thomas Diezig zeigt sich erfreut über das klare Verdikt. Der Rufbus erhalte mit der Zeit immer mehr Unterstützung und Wertschätzung, sagt er im Gespräch mit dem Tagblatt. Die steigenden Nutzungszahlen würden zeigen: Mybuxi ist ein echtes Bedürfnis der Einheimischen.
Der Entscheid basiert auf einem Antrag von Mybuxi-Präsident Rolf Züllig. Die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann muss jedoch deutlich weniger finanzielle Mittel aufbringen als ursprünglich beantragt: Statt 46’200 Franken beläuft sich der Gemeindebeitrag auf 14’500 Franken. Möglich wird dies dank zusätzlicher Unterstützung durch den Verein Alpinfra, der Schweizer Berggemeinden bei Infrastruktur- und Entwicklungsprojekten fördert. Wildhaus-Alt St. Johann und Nesslau erhalten gemeinsam 80’000 Franken.
Die beiden Gemeindepräsidenten Thomas Diezig und Kilian Looser hatten Alpinfra einen entsprechenden Antrag zur Unterstützung des Rufbus-Pilotprojekts eingereicht. Ob es sich dabei um den letzten Förderbeitrag der Gemeinde handle, könne derzeit noch nicht gesagt werden, so Diezig. Klar sei jedoch: Ein ÖV-Angebot ist kaum je selbsttragend. Über zukünftige Gemeindebeiträge würden weiterhin die Bürgerinnen und Bürger entscheiden.
Dass der Rufbus genutzt wird, belegen die Zahlen eindrücklich: Seit dem Start von Mybuxi am 12. Dezember 2023 wurden im ersten Betriebsjahr rund 5’000 Fahrgäste befördert. Ein Jahr später waren es bereits 12’000 Einheimische und Gäste – ein Wachstum von rund 140 Prozent.
16. Dezember 2025
