Trockenere Sommer, ungleichmässigere Niederschläge, häufigere Starkregen: Die Region Toggenburg lanciert mit der «Schwammregion Toggenburg» ein Projekt, das den regionalen Wasserhaushalt langfristig widerstandsfähiger machen soll.
Wasser wird zur Standortfrage
Quellen, Bäche und Grundwasserspeicher haben das Toggenburg seit jeher zuverlässig mit Trink- und Brauchwasser versorgt. Diese Verlässlichkeit nimmt jedoch ab: Trockenperioden treten häufiger und länger auf, Niederschläge verteilen sich ungleichmässiger über das Jahr, und Starkregenereignisse führen innert kurzer Zeit zu grossen Wassermengen. Die Region steht damit vor der Frage, wie sich Wasser in Zeiten des Überflusses zurückhalten lässt, damit es in Zeiten des Mangels verfügbar bleibt.
Das Prinzip Schwamm
Der Name des Projekts ist Programm: Ein Schwamm nimmt Wasser auf, hält es zurück und gibt es verzögert wieder ab. Genau dieses Prinzip lässt sich auf eine Landschaft übertragen. Bei viel Niederschlag soll Wasser zurückgehalten werden, bei Trockenheit soll es länger verfügbar bleiben. Moore, Böden, Vegetation und Wasserspeicher spielen dabei eine zentrale Rolle – sie helfen, Wasser verfügbar zu halten und gleichzeitig Hochwasserspitzen zu reduzieren.
20. August 2026
