Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) setzt sich seit Jahrzehnten für die Lebendigkeit und Zukunftsfähigkeit der Berggebiete und ländlichen Regionen ein. Von der politischen Interessenvertretung auf Bundesebene über die Unterstützung regionaler oder lokaler Projekte oder die klassische Regionalentwicklung bis hin zur Stärkung der Infrastruktur und Service Public – die SAB engagiert sich dafür, dass unsere ländlichen Räume stark bleiben und sich entwickeln können, die Natur geschützt wird und junge Menschen Perspektiven vor Ort haben.
Der ländliche Raum der Schweiz ist einzigartig – mit lebendigen Dörfern und Städten, Landwirtschaft, Traditionen, unterschiedlichen Arbeitsplätzen und wertvoller Natur. Damit diese Regionen auch in Zukunft stark und lebenswert bleiben, setzt sich die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) seit Jahrzehnten aktiv ein.
Was ist die SAB?
Die SAB ist die Dachorganisation der Berg- und ländlichen Regionen in der Schweiz. Sie vertritt als Verein die Interessen der angeschlossenen Mitglieder, darunter fast alle Kantone und Regionen, sowie zahlreiche Gemeinden, Verbände, Unternehmen, Genossenschaften, Bauernfamilien und engagierte Einzelpersonen aus dem ländlichen Raum. Ziel der SAB ist es, die Lebensqualität, die wirtschaftliche Entwicklung und den Schutz der Natur in den Berggebieten und ländlichen Räumen zu fördern.
Wie wirkt die SAB im ländlichen Raum?
Warum ist die SAB wichtig für das Toggenburg?
Die Herausforderungen für Berg- und ländliche Regionen sind vielfältig: Erschliessung, Arbeitsplätze, steigende Kosten, Naturgefahren, Fachkräftemangel und Infrastrukturfragen können hier stellvertretend für weitere Bereich genannt werden. Die SAB bündelt die Kräfte der Regionen, setzt sich für faire politische Rahmenbedingungen ein und unterstützt konkrete Projekte vor Ort, damit unsere Dörfer lebendig bleiben.
Wie die Anliegen der Berggebiete und ländlichen Räume konkret vertreten und umgesetzt werden, erläutert Thomas Egger (Direktor SAB) im vorliegenden Kurz-Interview.
Worin liegen die Stärken der SAB?
Thomas Egger: Die SAB ist eine multisektorielle Organisation. Wir vereinen Akteure aus verschiedenen Themenbereichen und nehmen immer dann Einfluss auf Vorlagen des Bundes, wenn sie räumliche Auswirkungen haben. Entsprechend breit ist die Themenvielfalt und reicht von A wie Agrarpolitik bis Z wie Zweitwohnungen. Wir bringen so die Sicht der Berggebiete und ländlichen Räume in allen relevanten Themenbereichen in die Bundespolitik ein und können auch dazu beitragen, das weit verbreitete Silodenken in der Bundesverwaltung zu überwinden.
Worin liegen die grössten Herausforderungen für die ländlichen Räume?
Thomas Egger: Die aktuell laufenden Diskussionen um das Entlastungspaket 27 des Bundes zeigen exemplarisch, wie die Berggebiete und ländlichen Räume immer wieder politisch unter Druck geraten. Es ist unsere Aufgabe, sich dagegen zu wehren und immer auch eigene, konstruktive Vorschläge einzubringen. So konnten wir zum Beispiel im Jahr 2025 zusammen mit zahlreichen Akteuren aus der Gesundheitsbranche die «Agenda medizinische Grundversorgung» des Bundesrates mitgestalten und unsere Anliegen für eine bessere medizinische Grundversorgung in den ländlichen Räumen einbringen. Diese Arbeit können wir nur tun, wenn wir durch eine genügend grosse Mitgliederbasis entsprechend legitimiert sind.
Warum müssen Bund und Kantone die Entwicklung (NRP) in diesen Regionen finanziell unterstützen?
Thomas Egger: Die Berggebiete und ländlichen Räume sind naturgemäss sehr innovativ, da sie sich an zahlreiche Herausforderungen anpassen und neue Lösungen entwickeln müssen. Damit sie dies tun können, sind sie auf eine gewisse Unterstützung angewiesen. Die NRP ist dabei ein sehr effizientes Instrument. Jeder Franken des Bundes löst weitere fünf Franken an Investitionen aus. Dank Instrumenten wie der NRP können die Regionen ihre Potenziale nutzen und sich weiter entwickeln. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Regionen gestärkt und davon profitiert letztlich die ganze Schweiz.
03. März 2026
