Die Wasserfrage lässt sich nicht isoliert lösen. Wie Gemeinden, Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus im Toggenburg gemeinsam an einem widerstandsfähigeren Wasserhaushalt arbeiten – und warum sich das lohnt.
Gemeinsam über Gemeindegrenzen hinweg
Wasser kennt keine Gemeindegrenzen: Was an einem Ort zurückgehalten oder gespeichert wird, wirkt sich auch auf Gebiete weiter unten aus. Deshalb arbeiten bei der «Schwammregion Toggenburg» Gemeinden, Landwirtschaft, Naturschutz, Tourismus und Wasserversorgung zusammen. Mögliche Massnahmen liegen häufig auf bewirtschafteten Flächen – etwa auf Weiden, in Quellgebieten, entlang von Bächen oder in Flachmooren. Der partizipative Ansatz ist deshalb zentral: Wissen aus der Region und fachliche Grundlagen sollen gemeinsam zu tragfähigen Lösungen führen.
Eine Investition in die Zukunft
Die Antwort auf die Wasserfrage liegt nicht in einer einzelnen Massnahme und nicht bei einzelnen Gemeinden, sondern im Zusammenspiel (über-)regionaler Massnahmen: natürliche Speicher erhalten und stärken, Wasser länger in der Landschaft halten, den Abfluss bei Starkregen verzögern, Wasser für Trockenperioden verfügbar halten – und all das gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickeln. Damit geht es um mehr als Wasser: um Landwirtschaft, um Natur, um Trinkwasserversorgung und um die Zukunft des Wohnens, Lebens und Arbeitens im Toggenburg. Die «Schwammregion Toggenburg» schafft dafür die Grundlagen, damit Wasser auch morgen dort verfügbar ist, wo es gebraucht wird.
Wasser im Toggenburg: Wie selbstverständlich bleibt es?
Trockenheit und Starkregen: So reagiert die Schwammregion
17. September 2026
